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Wolf Rabe

Reflexionen

Mein Werk, Gebilde, hat keinen Anfang, kein Ende. Es "zeugt" vom Werden. Es entsteht und vergeht. Das Alte verbindet sich im Neuen; wird Requisite im Bühnenbild des Lebens. Das Alte strebt nach Erneuerung in der Zeit, verströmt sich in die Welt, will nicht verweilen; fordert in der Anschau die Verwandlung, ruft vielleicht nach Erlösung. Ich enthülle, verhülle, verschlüssele, haue Bilder; wie der Hauer, arbeite ich vor Ort. Das Atelier ist nicht gemauert, vielschichtig, transparent. Nicht leicht berührbar im Wort und in der Tat. Fragmente, Weggeworfenes - Wiederverwertung - Rohstoff - Quelle. Werte für die Phantasie. Kunstvoll gefunden, gerichtet zum Bild, komponiert, als Sprache ohne Worte.

Meinem Kunstschaffen liegt das Bestreben zugrunde, Bildräume für mich sprechen zu lassen; meine Kunst vermittelt künstlerische Anstrengungen, menschliches Ringen nach Seinsantworten. Das Finden steht vor dem Suchen. Zu dieser Vorgehensweise gehört besonders der Kontakt zur Welt. Mensch und Ort beeinflussen in starkem Maße das Wachsen, die Zeugung und das Zeigen eines / meines Werkgedankens. Meine Aktionen und Werkbilder fordern Bewegung vom Betrachter.


Wolf Rabe

Siebdrucksession unter erschwerten Bedingungen.

Wolf Rabe präsentiert hier einen Ausschnitt seiner Serigrafien. Besonders die Druckgrafik "Zwei Türme" erstand unter sehr erschwerten Bedingungen Druckereimeisterin Gabriele Thomas, Inhaberin der Grafischen Werkstatt Cicero und Reglette in Bonn, druckt unter erschwerten Bedingungen f&uum;r Wolf Rabe Und hier druckt Gabriele Thomas mit Jennifer Heil für Wolf Rabe unter erschwerten Bedingungen in seinem Atelier in der Bonner Tapetenfabrik. Das von der Bonner Fahnenfabrik gestellte Sieb war für unsere Maschine mit ca. drei Metern Länge zu groß. So wurde die drei Meter lange Fahne in Wolf Rabes Atelier mit der Hand zu zweit auf dem Fußboden gedruckt werden. Wer schon Druckereimeisterin Gabriele Thomas, Inhaberin der Grafischen Werkstatt Cicero und Reglette in Bonn, druckt mit 
Hans-Christian Dreßel unter den kritischen Blicken Wolf Rabes für ihn.einmal mit der Hand siebgedruckt hat kann die Schwierigkeiten vielleicht nachvollziehen die entstehen, wenn zwei Menschen gleichmäßig über eine Drucklänge von drei Metern Druck auf das Rakel ausüben müssen und dabei auf den Knien rutschen müssen. Aber es hat Spaß gemacht. Dazu war Wolf Rabes siebgedruckte Fahne die einzige, die Wind und Wetter über die Veranstaltungsdauer standgehalten hat.

Bilder
mit freundlicher Genehmigung von
Wolf Rabe
Bild 1

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